Folkige Klänge

15. Juni 2007 | Von | Kategorie: Folkrock | 2.546 mal gelesen

Individualisten liegen im Trend, und so ist es nur folgerichtig, dass sich „Hey Tube“ mal wieder den derzeit schwer angesagten Singer/Songwritern widmet. Einer von ihnen ist Findley Brown, der in Interviews gern von seiner gewalttätigen Kindheit erzählt. Von seiner Zwillingsschwester, die bei der Geburt starb. Ein leerer Platz im grünen Kinderwagen. Seine Freunde und er seien „fucking Hillbillies“ gewesen, die sich schon in jungen Jahren betranken und in die Armee gehen wollten. Er habe sich als Boxer durchgeprügelt – ohne Handschuhe, versteht sich.

Ganz anders die Musik: Leise Töne, sanfte Melodien, bedächtiger Gesang.

Der aus Yorkshire im Norden Englands stammende Brown verlässt sich in Sachen Instrumentierung – ganz klassischer Singer/ Songwriter – hauptsächlich auf die akustische Gitarre. Die Melodien sind ebenso herzergreifend wie kirchentagskompatibel. Dennoch muss man nicht auf Ohrwürmer verzichten. Wer nur einmal „Losing The Will To Survive“ oder auch das verträumte „Come Home“ gehört hat, wird dies schnell merken. Folkige Klänge zwischen Simon & Garfunkel, Cat Stevens und Bert Jansch.

Und Findley Brown ist mit „Separated By The Sea“ ein kleines Meisterwerk gelungen: Ein Album zu schaffen, das in Begleitung einer Akustikgitarre von persönlichen Dingen handelt, ohne dem Abgedroschenen zu verfallen.

Findlay Brown – Losing The Will To Survive



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