Keine fröhliche Hoppsassa-Musik

19. Juni 2007 | Von | Kategorie: Pop | 2.373 mal gelesen

Wäre Ricky Martin – wer immer das ist – in Norwegen aufgewachsen, wären die Dinge anders für ihn gelaufen, keine Frage. Da oben, im kargen, kalten und dunklen Nord-Zipfel Europas soll es mal jemand wagen, fröhliche Hoppsassa-Musik zu machen – man würde ihn den Rentieren zum Fraß vorwerfen.

Im Kopf hatten Ai Phoenix die Ideen für neue Songs, im Gepäck vielleicht Platten von Lambchop, Mazzy Star und den Cowboy Junkies. Bittersüße Texte haben sie in der Einsamkeit am Wasser geschrieben und nebenbei betörende Songs komponiert. Bei gedrosseltem Tempo und mit allerlei akustischem Instrumentarium ziehen die Norweger durch karge und leicht spröde Country-Folk-Landschaften und die Songs fließen in unendlich ruhigen Strömen dahin. Alles zwischen Traum und Wirklichkeit.

Das vierte Ai Phoenix Album heißt „The Light Shines Almost All The Way“. Wer die gehauchten Texte mit den spärlichen Melodien hört, merkt, dass derart zauberhafte Lieder natürlich einen würdigen Rahmen brauchen, den man natürlich über einen Video-Clip nicht vermitteln kann. Musikalisch ist „The Light Shines Almost All The Way“ facettenreicher als ältere Werke und bietet verschrobenen Pop genauso wie rockige Parts.

Ai Phoenix – He Kisses The Streets I Walk



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