Juvenile Ausgelassenheit

20. Juli 2007 | Von | Kategorie: Rock | 3.522 mal gelesen

The Coral stammt aus dem Kaff Hoylake an der Merseyside, der Westküste Englands, dort, wo auch Liverpool liegt. Die Beatles haben jedoch bei der Musik des Septetts nicht Pate gestanden, es sind eher die Doors, die einem beim Hören des neuen Albums „Roots and Echos“ in den Sinn kommen. The Coral, sieben junge Burschen Anfang 20, spielt einen schlichten, aber sehr luftigen Rock alter Schule.

Mit Sänger James Skelly, dessen Stimme an Jim Morrison erinnert, ohne, daß er diesen kopieren würde, hat die Band einen außergewöhnlichen Sänger und sie wollen verführen, sie nehmen den Hörer bei der Hand und geleiten ihn lächelnd durch die letzten 40 Jahre Musikgeschichte. Die Doors treffen auf Bob Dylan, die zusammen in Johnny Cashs Hütte proben. Die Specials fliegen über den Teich, schauen mal vorbei und servieren Tee. Vanilla Fudge drehen im benachbarten Holzschuppen schon mal die Tüten vor, damit sie bei ihrem baldigen Einstieg in die bereits laufende Probe nicht mit hippielastigen Sounds geizen müssen.

Am Ende hört man Songs, die spielfreudiger gar nicht sein könnten. Die juvenile Ausgelassenheit der Briten verleiht ihrem geschichtslastigen musikalischen Konglomerat einen enormen Vorrat an Frische, von der sich die Crème de la Creme der (Post-) Britpop-Riege einige Scheibchen abschneiden könnte.

Hier gibt es die neue Vorabsingle „Who’s Gonna Find Me“.

The Coral – Who’s Gonna Find Me



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