Die Riffs vielleicht nicht ganz so zackig

12. August 2007 | Von | Kategorie: Pop | 1.996 mal gelesen

Bands, die Punk und New Wave aus den späten 70er und frühen 80er Jahre zitieren und sich an Joy Division, Talking Heads, Gang Of Four oder XTC kaum satt hören können, stehen nach wie vor hoch im Kurs. Vor allem in ihrer Heimat Großbritannien, wo The Maccabees die größte Fangemeinde haben.

Hat lange gedauert, bis das erste Album „Colour It In“, das wie aus einem Guss ist, veröffentlicht wurde. Möglicherweise hat das mit der gerade in diesem Bereich riesigen Konkurrenz zu tun: Wer hätte angesichts der allgegenwärtigen Franz Ferdinand oder des Hypes um Bloc Party vor zwei Jahren die aus Brighton stammenden Burschen beachtet? Da aber die Neo-Wave-Welle noch lange nicht abzuflauen scheint, ist die Zeit auch für The Maccabees immer noch reif. Dabei haben diese mehr zu bieten als ein lustiges Plattencover.

Die Band macht nämlich richtig Spaß: Der Bass kommt zwar nicht ganz so unwiderstehlich daher wie bei den Moving Units, die Riffs vielleicht nicht ganz so zackig und messerscharf wie bei VHS or Beta – dafür aber klingt der Sänger derart nach Übermut und guter Laune, dass man sich der Wirkung der wie für ausgelassene Abende im Indie-Club geschaffenen Nummern nicht entziehen kann.

Mangelndes Selbstvertrauen dürften The Maccabees fremd sein, denn sie besitzen den Intellekt von XTC. Tanzbarer kann Gitarrenmusik kaum sein.

The Maccabees – First Love



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