Eine wahre Lügengeschichte

15. Dezember 2007 | Von | Kategorie: 125 ml | 5.232 mal gelesen

Eine wahre Lügengeschichte
Habt ihr es gewusst?




Hey Tube hat Jubiläum und ist 1 Jahr alt geworden. Absolut. Und das zu Weihnachten. Deshalb wird an dieser Stelle kräftig gefeiert und eingeschenkt und ihr seid alle herzlich eingeladen. Natürlich nur virtuell und rein obligatorisch. Aber nichtsdestotrotz kann sich schließlich jeder in unserem Lande, wo Milch und Honig fließen, solch eine Engels-Pulle leisten, angesichts der gutbezahlten 1-Euro-Jobs, der geforderten Mindestlöhne für alle und der überzogenen Manager-Gehälter.

Deshalb ist gerade unser Jubiläum zu Weihnachten gut fürs Herz. Einer Studie der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie in Düsseldorf zufolge gibt es an den Weihnachtsfeiertagen zehn Prozent weniger Herzinfarkte. Das aber auch nur, weil alle, die Probleme mit der Pumpe haben, ihren Herzkasper schon im Vorweihnachtsrummel oder auf Jubiläums-Weihnachtsfeiern kriegen, aber das behalten wir für uns, wenn da nicht alte (Weihnachts-) Männer wie weiter unten…

Soweit muss es allerdings dann doch nicht kommen, auch wenn gleich um die nächste Ecke schon die Depression ihre Messer wetzt: Für die einen ist Weihnachten ja die schönste Zeit des Jahres, für die anderen krallt sich das Bewusstsein des Daseins wie eine kalte Hand um das eigene Herz. Jeder Lebkuchen und jedes „absolute“ Getränk ist eine versteckte Bombe, unerbittlich gerichtet aufs eigene Ego. Und das ganze Gesäusel von „O Tannenbaum“, „O du Fröhliche“ oder „Last Christmas“ bohrt sich negativ wie ein Stachel in den Gehörgang.

Da kommt Malcolm Middleton gerade recht, der im Rennen um die Vorherrschaft in den Weihnachtscharts mit „We’re All Going To Die“ buhlt. „We’re all gonna die / And what if there’s nothing?“ kommt mit einer Gewissheit und Frage, derer man ja gerade zu Weihnachten wieder allzeit gewahr wird und sich damit unbewusst dem weihnachtlichem Jubiläum von Hey Tube anpasst.




Aber zurück zur Jubiläums-Feier: Jede Weihnachtsfeier hat ihr eigenes Open End: Wo mittlerweile die Engels-Trompete geleert ist, dürstet einem (leicht alkoholisiert) unter Anstimmen besinnlicher Gesänge nach Weltbewegendes. Im Rahmen einer gelungenen Jubiläums-Weihnachtsfeier kommt ein Abstecher ins Rotlicht-Milieu auf dem Kiez gerade recht, aber dabei geht es doch noch sehr weihnachtlich zu, wie man sieht.






Und siehe da, am nächsten Morgen: Kein Herzkasper, keine Messer wetzende Depression, nur keinen klaren Kopf – das ist alles. Dann liegen alle flach auf der Couch und gucken diesen alten Schinken – aber Vorsicht! Nichts für Weicheier.





Fazit: Musik. Bemerkenswertes, Bahnbrechendes, Banales und Komisches. Nutzloses, Verrücktes, Großes und Kleines. Sinnvolles und Krankes. Nichts ist so bunt wie die Welt von Hey Tube. Wo wir uns austoben können, ist man vor keiner (weihnachtlichen Jubiläums-) Überraschung sicher.





FROHE
WEIHNACHTEN

und einen

 GUTEN RUTSCH  

ins
neue Jahr!

Und wir werden auch 2008 weiterhin die Sau raus lassen!






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