Ein Etikett namens Emo

24. März 2007 | Von | Kategorie: Rock | 2.851 mal gelesen

Begonnen hat alles 1996 in einer Garage in der Nähe von Stockholm als Schülerband. Die erste eigene Scheibe gab es nur in limitierter Auflage von 1000 Stück. Von Anfang an orientierten sich die Idealisten Last Days Of April eher an melancholischen Rocksongs. Nachdem sich die Band mit den Alben „Angel Youth“ (2000) und „Ascend to the Stars“ (2002) einen Namen gemacht hatte, tourte sie durch ganz Europa. Einige Festival-Auftritte, zum Beispiel auf dem Hurricane in Scheeßel, dem Southside und in England folgten.

„If You Lose It“, das vierte Studioalbum 2004, der inzwischen zum Duo geschrumpften Crew, ist viel poppiger als seine Vorgänger und gerade deshalb bezeichnet Frontman Karl Larsson es als das beste Album der Band. „Das ist ein natürlicher Prozess. Da wir früher mehr Punkrock hörten, spielten wir mehr Punkrock. Heute bin ich stark vom Indiepop der Neunziger beeinflusst“, sagt der damals 24-Jährige.

Nun gut, das ist alles mittlerweile überholt, wir schreiben das Jahr 2007: Last Days Of April haben mit „Might As Well Live“ (Bad Taste/ Soulfood) ein neues Album am Start. Die beiden Schweden Karl Larsson (wie schon erwähnt als kreativer Kopf und Motor) und Andreas Förnell stehen seit jeher für wundervollen Gitarrenpop. Sicher, das Etikett Emo haben sie dafür gratis bekommen, einmal mehr zeigt sich bei den beiden aber, wie verwässert dieser Begriff mittlerweile einfach ist. Als ob catchy Indie-Gitarren gleich ein Schimpfwort wären. Man höre und genieße „Who’s On The Phone“.

Last Days Of April – Who’s On The Phone?



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