Rock ’n‘ Roll ist schwarz

11. April 2007 | Von | Kategorie: Psychedelic | 2.753 mal gelesen

Schwarz ist Rock ’n‘ Roll, und Rock ’n‘ Roll ist schwarz und der Grund, weshalb noch keiner die Jungs des Black Rebel Motorcycle Club (BRMC) in anderen Farben hat rumlaufen sehen. Sie haben auch einen Ruf zu verlieren, die drei gelten als talentierte Hoffnung jenes Genres.

Auf zwei Alben präsentierte sich der Black Rebel Motorcycle Club als eine laute Rockband, die mit aufgedrehten Verstärkern riesige Klanggebirge wachsen ließ. Anläßlich ihres Debütalbums vor gut fünf Jahren wurde in den einschlägigen Medien die Wiederkehr des Rock ’n‘ Roll gefeiert.

Mit dem dritten Album „Howl“ ging es in eine völlig andere Richtung. „Howl“ ist purer Blues in einer fast archaischen Form, überwiegend akustisch aufgenommen. „Mit diesem Album wollten wir die Tür öffnen für Musik, die uns schon immer viel bedeutet hat und die eigentlich nur eine andere Seite von uns zeigt“, sagt Peter Hayes, Sänger und Gitarrist der in San Francisco lebenden Gruppe. Einige der Songs wurden bereits vor dem ersten Alben von Black Rebel Motorcycle Club geschrieben, aber erst zu diesem Album aufgenommen. Der Band ging es musikalisch darum, sich nicht zu wiederholen.

Nachdem die Band vor zwei Jahren fast vor der Auflösung gestanden und auch die Plattenfirma gewechselt hat, markierte „Howl“ einen Neuanfang. Und ist wieder einmal ein Beispiel dafür, daß der Blues nicht totzukriegen ist.

Genau wie der Rock ’n‘ Roll. Und der kommt nun wieder mit ihrer neuen Platte „Baby 81.“ Damit besinnen sich Black Rebel Motorcycle Club wieder auf ihre ungestümen Anfänge. Ohne Brimborium, ganz ohne Mätzchen und hoch konzentriert. Denn das, was Peter Hayes (Gitarre/Gesang), Robert Turner (Baß/Gesang) und Nick Jago (Drums/Percussion) zu bieten haben, ist keine Ex-und-Hopp-Ware, die morgen schon wieder vergessen sein wird, sondern ernsthafter Rock mit bis zum Anschlag aufgedrehten Verstärkern.

Bestätigen können sie dies mit der arg verzerrten Gitarre von Robert Turner, die hier mit hallendem Gesang zu einer fiebrigen psychedelischen Musik verschmilzt – genau richtig für nächtliche Spritztouren unter Einfluss unbekannter Substanzen wie im Videoclip zur Single „Weapon Of Choice“. So ist das eben on the road. Das Herumfahren sollte jedoch zu Gunsten des Video-Clips des BRMC ausfallen, aber man kann ja auch im Geiste reisen.

Black Rebel Motocycle Club – Weapon Of Choice



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