Wie berauscht

3. November 2008 | Von | Kategorie: Alternative | 2.012 mal gelesen

Aus Strasbourg kommen Etienne Nicolini (Gesang, Gitarre), Bruno Pelgatti (Bass) und Thomas Figenwald (Drums) von 1984 als Post-Punk-Band und meinen es ernst. Nicht von ungefähr erinnert ihr Bandname an den Literaturklassiker George Orwells, der die totalitäre Gesellschaft einer nahen Zukunft beschreibt. Vor allem die zwielichtigen New-Wave-Klänge der frühen 80er Jahre zitiert das Trio, sie spielen einen glasklaren Wave, der an die großen Vorbilder Bauhaus und Joy Division heranreicht. Doch von einem Plagiat zu sprechen wäre ungerecht.

Das jüngst veröffentlichte Debüt „Open Jail“ liefert allerdings keine Rückschlüsse auf die Herkunft des Newcomer-Quartetts. Zu international klingen die rohen, klaustrophobischen Gitarren-Songs mit ihren von Rastlosigkeit, Wut und Ängsten geprägten Texten. Und als ob das nicht genug wäre, taumeln 1984 wie berauscht von grimmigem Rock zu majestätischen 3-Akkorde-Instrumentierungen, von elektronischer Verschrobenheit zu tiefer Melancholie, von Wave zu Post-Rock. Düsteres, aber Klasse Debüt!

1984 – Cache-Cache


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