Sand im Getriebe

28. November 2008 | Von | Kategorie: Rock | 3.101 mal gelesen

Good Old Rock ’n‘ Roll ist einfach. Er ist in Clubs zu Hause, und als Instrumente reichen ihm Bass, Schlagzeug und zwei Gitarren. Eine Band wie The Steps weiß das natürlich. Das Schlagzeug klingt sparsam und primitiv, als würde Maureen „Mo“ Tucker Felle und Becken bearbeiten. Spielt da etwa Lou Reed Gitarre? Und singt er auch?

Auf ihrem ersten selbstbetitelten Album huldigen The Steps in bester Low-Fi-Manier den großen Velvet Underground, dass sich die Zitatbalken biegen. Der Vierer aus Austin in Texas bewegt sich dabei so dicht am Original, dass es schon fast unheimlich ist, dabei kultivieren sie souverän erdige, handgemachte Rhythmen und Sounds, fernab von Loops und Samples und in ihren Texten vereinen die Amerikaner Fiktion und Erlebtes zu Erzählungen mit eindrucksvollen Metaphern, die ein atmosphärischer Klangkokon im Stile von Lou Reed umschlingt.

Auch wenn sie ein paar neue Melodien und griffige Saitenhiebe parat haben – der große Durchbruch sollte sich damit nicht einstellen, immer findet sich etwas Sand im Getriebe.

The Steps – Cold Floors


The Steps
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