Lockere Grundstimmung

19. Dezember 2008 | Von Horst Wendt | Kategorie: Folkrock | 1,853 mal gelesen

Eine gewisse Schwere, Melancholie und Finsternis drückte schon immer auf die poetischen Texte und den Indie-Rock der Texaner. Nicht umsonst benannten sich Okkervil River nach einem russischen Fluss, der einer Geschichte der Tolstoi-Urgroßnichte Tatjana Tolstaja den Namen verlieh. Suizidgefährdete, übellaunige und desillusionierte Misanthropen sind Okkervil River aber deswegen noch lange nicht.

Auf “The Stage Names” nahmen Okkervil River vergangenes Jahr eine radikale musikalische Kurskorrektur vor: Nach dem Motto “Raus aus dem Schatten, rein ins Licht” explodierten die zuvor stets gedeckelten Gefühle. Es entstanden so viele gute Alternative-Folk-Songs, dass es für ein Doppel-Album gereicht hätte – und dessen zweite Hälfte wird nun mit “The Stand Ins” nachgelegt. Trotz der Zwischenlagerung konnte die lockere Grundstimmung konserviert werden. Das gelingt Okkervil River mit der Mixtur verschiedener Stilrichtungen wahrlich phantastisch. Besonders die verrückten Bläser und seichten Streicher sorgen für frischen Wind. Nur das morbide Platten-Cover will nicht passen. Down By (The) Okkervil River…

Okkervil River – Lost Coastlines

Okkervil River
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