Piwik

30. November 2008 | Von | Kategorie: 125 ml | 11.897 mal gelesen

Das Statistik-Tool Piwik ist Web 2.0, OpenSource unter der GPL-Lizenz und Nachfolger von phpMyVisits. Piwik ist einfach auf dem eigenem Server zu installieren, mit massivem Funktionsumfang ausgestattet und steht Google Analytics (GA) in nichts nach. Meine Daten bleiben somit bei mir.

Mit GA und vielen anderen Analyse-Tools das Problem, dass personenbezogene Daten wie beispielsweise die IP-Adresse der Besucher oft an Server in den USA übertragen werden. Und das ist nach deutschen Gesetzen ein Verstoß gegen das Telemediengesetz (§§ 13 II TMG und 307 II BGB).

Das Web Analytics Tool Piwik hat sich somit selbst hohe Ansprüche gestellt indem es als Alternative zu GA antritt. Piwik ist noch im Beta-Stadium, die Praxis macht jedoch schon einen ganz guten Eindruck. In einem Punkt hat das Tool GA schon etwas voraus. Man muß die Software selbst hosten. Ein weiterer Pluspunkt ist die API von Piwik, wodurch man die Möglichkeit erhält sämtliche Web Analytics Daten auch in anderen Anwendungen zu verwenden. Ein weiterer Vorteil von Piwik ist wie schon erwähnt, dass die Daten nicht übertragen werden. Man installiert Piwik auf dem eigenen Webspace bzw. auf der eigenen MySQL-Datenbank. Um das Tool, das mit einem Javascript-Snippet eingebunden wird, nutzen zu können, wird PHP 5.1 sowie MySQL benötigt.

Die Installation von Piwik ist ähnlich wie die von WordPress sehr einfach gestaltet. Man legt eine config-Datei an, die die Zugriffsinformationen auf die Datenbank enthält und lädt alle Dateien auf ein Verzeichnis innerhalb (oder außerhalb) des eigenen Webauftritts. Beim Durchlaufen der Installationsroutine erhält man einen JavaScript-Code, den man auf allen Seiten von WordPress integrieren muss. Dafür eignet sich hervorragend die Datei footer.php im /wp-content/themes/name_des_themes/ Verzeichnis. Die Datei kann man auch über den Administrationsbereich von WordPress unter dem Menüpunkt “Design -> Theme-Editor” bearbeiten. Am Besten fügt man den Javascript-Code von Piwik vor dem HTML-Tag ein. Sobald der Code integriert ist, werden die ersten Daten gesammelt. Nach einer Weile kann man dann auch erste Ergebnisse in Piwik sehen.

Wichtige Kennzahlen von Piwik sind die Anzahl der Besucher pro Tag, die Besuchslänge der gesamten Seite und einzelner Beiträge und die Referer-Auswertung, also die Aufrufe der eigenen Seite über externe Verlinkungen. Mit einer Online-Demo kann man sich einen ersten Eindruck verschaffen. Ganz cool finde ich hier die übersichtliche AJAX-Oberfläche, mit der per Drag & Drop die einzelnen Fenster individuell angeordnet werden können.

Ich bin mit Piwik sehr zufrieden, zumal es auch die Möglichkeit bietet, durch Plugins erweitert zu werden und die OpenSource-Gemeinde viele nützliche Helferlein zur Verfügung stellt. Und optisch kann sich Piwik wirklich sehen lassen. Auch funktionell bietet es alle wichtigen Merkmale einer guten Analyse-Software. Eine detaillierte Installationsanleitung gibt es von Ralph Segert – folge den Link unter dem Video!

Piwik – Open Source Web Analytics

Piwik installieren und kennenlernen von Ralph Segert


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