Rohe Brocken

2. April 2008 | Von | Kategorie: Hard Rock | 2.488 mal gelesen

Das Duo Marke Blues-Rocker The Black Keys aus Ohio sind ein ganz heißes Eisen diese Woche. In wenig mehr als sechs Jahren sind hervorragende Alben erschienen. Allesamt in wenigen Tagen eingespielte rohe Brocken, die nach schwülen Nächten am Mississippi mit einer Whiskeyflasche in der von Mosquitos zerstochenen Hand klingen, und zugleich so ordentlich rocken, dass sie jeden im Gebüsch lauernden Alligator in die Flucht schlagen. Verbunden werden die Platten durch The Black Keys erdigen, Blues dominierten Sound, den starke Einflüsse von Soul, Country, Boogie und Rock ’n‘ Roll zu einer intensiven Melange werden lassen.

Diese Intensivität bedarf nicht mehr als zwei Musiker. Dan Auerbach lässt sich an der Gitarre aus, verzerrt die Blues-Riffs, wechselt alle paar Sekunden den Rhythmus und überbrückt die vielen Breaks mit surrenden Rückkopplungen. Dazu singt er beizeiten wie ein junger Jimi Hendrix. Patrick Carney bringt derweil das Schlagzeug herrlich zum Scheppern und denkt nicht im Traum daran, eine angeschlagene Hi-Hat festzuhalten.

Gitarre, Stimme und Schlagzeug arbeiten bei dieser Band perfekt zusammen und machen, wie schon bei Johnossi, einen Bass überflüssig. Ihren authentischen Blues-Rock können The Black Keys auch live in der Zweierbesetzung rüberbringen. Das hört man auch auf ihrem neuen Album „Attack & Release“. Daraus der Song „Strange Times“. Alle guten Dinge sind hier eben zwei.

The Black Keys – Strange Times



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