Ödipus-Motive

19. Mai 2008 | Von | Kategorie: Psychedelic | 7.895 mal gelesen

The Doors starteten ihre Plattenkarriere 1967 mit einem melodramatischen Ende: „The End“ mit seinem elfminütigen Musikrausch aus Ödipus-Motiven und Wahnvorstellungen hieß das Finale, das später zum Vietnam-Epos wurde. Wer ähnliches sucht, findet auf dem neuen Album „Directions To See A Ghost“ von The Black Angels aus Austin/Texas eine offensichtliche Wiedergeburt und zwar in Hülle und Fülle.

Wenn man sich den Clip „You in Colour“ und das aktuelle Album anhört, wird schnell klar, dass die musikalische Entwicklung von The Black Angels viel mit dem Sound der 60er- und 70er-Jahre zu tun hat. Die Doors – wie oben schon erwähnt – schimmern in ihren Songs genauso durch wie The Velvet Underground, 13th Floor Elevators und Syd Barrett.

Das ist psychedelische Musik in Reinkarnation, die an lange Haare, bunte Stoffstirnbänder und qualmende Haschtüten denken lassen, präsentiert als kraftvolles prä-punk Selbstbewusstsein mit das, was z.B. Punk hätte sein können – eine Art heidnische, gnostische LSD-, Erforsche den Gott in Dir durch das Schinden des Tiers in Dir‘-Odyssee.“ Jawoll!

The Black Angels – You in Colour


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