Abgrasen

30. Juni 2008 | Von | Kategorie: Psychedelic | 2.684 mal gelesen

Das alte Spielchen von Cowboy und Indianer kennen anscheinend auch Dead Confederate aus Athens in Georgia/USA. Die sind sonst eher bekannt für ausufernden Rock mit Gefühlen zwischen Drogenrausch und epischen Gitarren- und E-Piano-Soli. Doch derzeit haben sie wohl keine Lust aufs Erwachsensein.

Die fünf Musiker – Hardy (vocals, guitar), Brantley (bass, vocals), John (keys, vocals), Jason (drums), Walker (guitar) – lassen ihren sonst so opulenten Rock fast links liegen, und widmen sich ihrer Vorliebe für lässige, von frischer Landluft umwehte Töne. Nichts Neues. Sie grasen dabei fast alles ab, von Pedal-Steel-verliebte Country-Balladen und 60s-Country-Rock bis zum Allman-Brothers- und Lynyrd-Skynyrd-inspirierten Southern-Rock mit elegantem Twin-Gitarrensoli. Die kürzliche Wiederveröffentlichung der EP gleichen Namens hauchte dieser bei uns gänzlich unbekannten Band jetzt neues Leben ein.

Das Ganze kann man fast nie ernst nehmen, eine Herzensangelegenheit ist es aber allemal. Am Ende wird gejauchzt und gejohlt zu psychedelischen Klängen. Verspielt und unbeschwert wie Kinder, so als ob man auf einem Sattel durch die Prärie reitet – und wenn es nur der federnde Plastikgaul vom Kinderspielplatz nebenan ist. Und alles mit der Lizenz zum Austicken. Jahaa! Oder Yee-haw, wie der Texaner so sagt.

Dead Confederate – The Rat


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