Fieberwahn

15. September 2008 | Von | Kategorie: Pop | 2.400 mal gelesen

Dass es auch anders, intelligenter, packend und faszinierend geht, beweist die neue CD von Benji Hughes aus Charlotte in North Carolina: „A Love Extreme“ schafft es, die Irrungen und Wirrungen modernen Großstadtdaseins in ein manisch flirrendes Klangbild zu transponieren. Hughes Songs klingen, als ob er bei der Komposition viel von Philipp Glass gehört und gelernt hätte, ohne sich deswegen in minimalistischen Einbahnstraßen zu verirren und der Benji hat in der Songwriting-Schule aufgepasst, denn er schreibt die schönste Balladen mit einer gehörigen Portion Trash.

Am beeindruckendsten, weil kompromisslosesten ist wie ich finde „Girl in the Tower“, ein Fieberwahn leiser Verzweiflung, in dem seine großartige Stimme ohne Halt und ohne Hoffnung über brüchige Instrumentalstrukturen hinweg irrlichtert. Elegant und clever.

Benji Hughes – Girl in the Tower


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