Crystal Antlers breiten ihre Tentakeln aus

15. April 2009 | Von Horst Wendt | Kategorie: Progressive, Psychedelic, Rock | 2,679 mal gelesen

Crystal Antlers toben sich auf “Tentacles” mit psychedelischem Gitarrenrock aus – das ist verwegen, inspiriert, arg durchgeknallt. Sie begeistern uns mit ihren dreizehn Tracks umfassenden Debüt-LP und wie schon angedeutet mit eben einem Soundmix aus Psychedelic, Garage, Lo-Fi, Prog-Rock und Punk.

Wenn überhaupt ein Einfluss aus dem aktuellen Album “Tentacles” der sechs Amis herauszuhören ist, dann eindeutig der von Les Savy Fav oder den unfassbar tighten, viel zu früh aufgelösten Detroit-Punkcore-Knüpplern MC5 (1964! Jawohl! – erinnern aber auch zum Teil an The Mars Volta).

Hastige, nervöse Drum-Gewitter, Bratgitarren und fluffige Refrains sind die Stilmittel der Crystal Antlers, die die Band – als Ursuppe aufgelöffelt – neben MC5, The Stooges und Blue Cheer überhaupt zum Musikmachen verleiteten und die sie durchaus mehr gekonnt als geklaut übernommen haben, obwohl sie die Fusion von Soul und Punk nicht erfunden haben: “Eigentlich ist unsere Musik Soul”, erklärte jüngst ein Bandmitglied. “Aber weil wir mit unseren Instrumenten nicht so gut klarkommen, wird aus der ganzen Sache eben roher Rock und Punk.” Und mit dem Dazutun gradliniger Orgeln machen Crystal Antlers den Rock aus der Garage sogar tanzbar. Unsere einhellige Meinung: Klasse!

Crystal Antlers – Andrew

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