Mal stilles Wasser, mal haushoher Brecher

7. Mai 2009 | Von | Kategorie: Rock | 1.976 mal gelesen

Sie sind nicht gerade Freunde klarer Verhältnisse, die Band Manchester Orchestra. Das machen sie auf ihrem aktuellen Album „Mean Everything to Nothing“ deutlich. Einige Stücke „laut“, andere „nicht so laut“ – keine weiteren Fragen, denn eines versteht sich bei dieser Band von selbst: Dass man auf der Scheibe erstklassigen Indie-Rock bekommt, auch wenn die Band damit den musikalischen Zeitgeist energisch trotzt und sich dabei einen Dreck um Radioformate und Eingängigkeit schert. Schicht für Schicht türmen sich die Gitarrenspuren auf, die verschachtelten Schlagzeugfiguren drehen, kippen und tanzen, dass es einem schwindelig wird. Melancholie und Wucht, mal stilles Wasser, mal haushoher Brecher.

„Mean Everything to Nothing“ klingt, als ob die vier Amerikaner die Sternstunden anspruchsvoller alternativer Gitarrenmusik Revue passieren ließen: Foo Fighters, Brand New, Faith No More, Incubus – Querverweise, die den Hörer den Einstieg in die zum Teil etwas langen Stücke erleichtern. Hervorzuheben ist hier eigentlich keine der 11 Songs – alle fast gleich gut – aber die balladesken Songs „The River“, „Pride“, der Titelsong und die erste Single (als Video zu sehen) haben uns besonders gefallen.

Bis man sich in dem epischen Werk zurechtgefunden hat, dauert es dennoch eine Weile.

Manchester Orchestra – I´ve Got Friends


Manchester Orchestra
MySpace


1 Stern-Bewertung des Artikels/Videos2 Sterne-Bewertung des Artikels/Videos3 Sterne-Bewertung des Artikels/Videos4 Sterne-Bewertung des Artikels/Videos5 Sterne-Bewertung des Artikels/Videos (Keine Bewertung)


Tags:

Thematisch ähnliche Beiträge: