Ein fast düsteres, psychedelisches Visual

20. Mai 2009 | Von | Kategorie: Metal, Progressive | 3.412 mal gelesen

Sie faszinieren. Sie verstören. Sie locken den Hörer in wunderschöne Soundlandschaften. Sie stoßen ihn vor den Kopf mit brutaler Härte, bösartigstem Sarkasmus und abnormer Hässlichkeit – und alles im rasanten Wechsel, von einer Sekunde auf die andere. Kurz: Sie sind eine der widersprüchlichsten Ausnahmeerscheinungen im internationalen Rockzirkus. An den Instrumenten über jeden Zweifel erhaben, inhaltlich sicherlich Geschmackssache: Dream Theater, diese fünf verschrobenen Genies aus Los Angeles.

Dank ihrer Vorliebe für technische Perfektion und komplexe Songstrukturen werden sie gern in die Schublade „Progressive Metal“ einsortiert. Mit dem überladenen Bombast von Savatage, den selbstvergessenen, schwer verdaulichen Avantgarde-Rock-Opern von King Crimson oder dem hektischen Gefrickel der frühen Voivod haben sie jedoch nichts zu tun. Ihre Songs bleiben zugänglich, auch wenn die Akkorde härter und unmelodischer werden. Sie haben Groove, auch wenn die Rhythmen mal etwas vertrackter werden. Sie schaffen es, über Songlängen im zweistelligen Minutenbereich hinweg eine Spannung zu halten, der man sich nur schwer entziehen kann – nachzuhören auf ihrem neuen Video „A Rite Of Passage“. Ein fast düsteres, psychedelisches Visual.

Dream Theater – A Rite of Passage

Dream Theater
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