Wie weiland Patsy Cline, Scott Walker oder Lou Reed
25. Mai 2009 | Von Horst Wendt | Kategorie: Pop | 1,641 mal gelesenKeine Saison, keine Jahreszeit, ja kein neuer Monat ohne Trend. Hier und jetzt heißt es zum Beispiel: Preiset der Dame, die käsig und schmächtig, aussieht wie eine Kreuzung aus Dolly Parton und Patsy Cline, Nicole Atkins heißt und bis jetzt mit dem kruden Geschrummel ihrer Band auf dem großen LoFi-Teich dümpelte.
Doch schon 2007: Ein Solo-Album namens “Neptune City”. Und plötzlich war die erklärte Freundin des “Like Heartache in Combat Boots climbing a Mountain in the Dreamy Lands” einer alten Bewegung ganz nah. Nicht zu Unrecht, wie die Platte beweist: Zu voluminösen Streichern in einem Arrangement heimeliger Wohnzimmer-Atmosphäre zaubert Nicole Atkins famose Popsongs und verziert sie mit kessem Humor, der eigenwilliger kaum sein könnte.
Und mit dem Titelsong erobert sie Stück für Stück die Welt – um dann auf den Brettern, die ebendiese bedeuten, ihre Musik im wahrsten Sinne zu “performen” wie weiland Patsy Cline, Scott Walker oder Lou Reed. Da nimmt man ihr noch nicht mal ihr Faible für beherzt abwegige Under-The-Milky-Way-(von den australischen The Church)-Country-Resteverwertungshaufen übel – ist halt eher was für den Massengeschmack. Hier nun ihr neues Video:
Nicole Atkins – Neptune City





