Der Traum eines Asphaltdichters in seiner Dachstube

19. Juni 2009 | Von | Kategorie: Alternative | 2.103 mal gelesen

Ihre Musik klingt ein wenig wie aus einer anderen Welt herübergeweht, aus einem unsichtbaren Feenland hoch im Norden Großbritanniens vielleicht. Mit ihrem Debütalbum „The Last Laugh“ entführt uns die britische Sängerin, Songwriterin und Multiinstrumentalistin Helena Costas als Joker´s Daughter in ein verlockend klingendes Niemandsland irgendwo zwischen Folk, Psychedelic und Pop.

Durchaus zugänglich erscheint dieses Terrain, verträumt wie ein Juniabend und ein wenig unheimlich, spröde und gespenstisch – gleich das vierte Stück „Lucid“ aber hat fast Ohrwurmqualitäten. Ein sehr schöner Popsong. Die eigensinnige Helena Costas überrascht immer wieder, nur gefällig sein reicht ihr nicht.

Ein Stück wie „Worms´s Head“ kommt als kunstvoll komponierte Collage aus Stimmen und Geräuschen daher, da läuft dann der Film im Kopf des Hörers ab. Darüber legt sich der betörende Gesang der Sängerin, orchestrale Stimmen kommen dazu. Ein kraftvolles Drama in zwei Minuten. Der Traum eines Asphaltdichters in seiner Dachstube?

Insgesamt könnte man das neue Album auch als Soundtrack der Großstadt beschreiben: vielstimmig, manchmal dissonant, irrlichternd, verschroben und schrill. Das Ganze ist pathetisch-feierliche Seelenmusik, freischwebend.

Joker’s Daughter – Worm’s Head

Joker´s Daughter
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