Schlichte Melodie im ewig gleichen Rhythmus

19. August 2009 | Von Horst Wendt | Kategorie: Dance und Electronic, Pop | 1,400 mal gelesen

“Thank you for the music, the songs I’m singing …” könnte man aus vollen Kehlen schmettern und selig die Arme am Ende dieser neunminütigen Zeitreise schwenken. Noch einmal die “Dancing Queen” von damals sein, von “Fernando” träumen und ein keckes “Voulez vous” herausschmelzen …

Ach ja, die Zeiten mit dem flotten Schweden-Vierer Abba waren schön – aber nein, hier haben wir es mit dem Trio Music Go Music zu tun und das nährt perfekt die Illusion, das Rad der Pop-Geschichte um drei oder vier Jahrzehnte zurückgedreht zu haben. Nicht allein, dass mit Gala Bell eine zweite Agnetha ins Rampemlicht wackelt, deren Stimme und Sex es locker mit Agnetha aufnehmen kann; vor allem trifft hier fast jede Geste das Original bis in die letzten Geschmacksverirrungen der 70er. Zudem ist mit “Warm in the Shadows” der nötige Pathos-Schmelz-Pop-Sound garantiert, das gleichfalls auch an das Electric Light Orchestra erinnert, auch wenn wir uns irgendwann fragen, wie wir uns seinerzeit nur mit diesen schlichten Melodien im ewig gleichen Rhythmus begnügen konnten…

Fakt aber ist – niemand schrammt heute so elegant am Rande des Kitsches entlang wie Music Go Music aus LA.

Music Go Music – Warm in the Shadows (Live)

MySpace


1 Stern-Bewertung des Artikels/Videos2 Sterne-Bewertung des Artikels/Videos3 Sterne-Bewertung des Artikels/Videos4 Sterne-Bewertung des Artikels/Videos5 Sterne-Bewertung des Artikels/Videos (Keine Bewertung)


Tags: ,

Thematisch ähnliche Beiträge: