Von der Kopflastigkeit befreit, erreichen die Instrumentals dann tatsächlich die Beine

8. September 2009 | Von | Kategorie: Rock | 2.528 mal gelesen

Es muss nicht immer ein fulminantes Album sein, mit dem eine Band die Welt im Sturm erobert, um dann an den eigenen Vorgaben zu scheitern. Die amerikanische Band Cougar ging bislang den beschwerlicheren Weg des sich langsam Hocharbeitens, denn sie haben nun erst ihr zweites Album parat.

Rein optisch könnte man vermuten, dass das Quintett auf der Retro-Rock-Schiene fährt. Weit gefehlt! Auch mit New-Wave-Zitaten muss man Cougar nicht kommen. Das Quintett hat den harten Gitarrenrock á la Fugazi und Tortoise im Rücken und Avantgarde vor Augen. Nicht von ungefähr bietet ihr brandaktuelles Album „Patriot“ einen gekonnten Spagat zwischen schweißtreibendem Saitengeschrubbe, Trommel-Geprügel und bizarren Sounds.

Seit 2005 experimentiert die Gruppe aus Wisconsin zwischen den Feldern Rock, Avantgarde, Jazz, Elektro und Krautrock. Damit betritt die Band kein Neuland, für das der Begriff Post-Rock erfunden und zum Genre erhoben wurde. Intellektuell und unerotisch klingen Cougar, dabei wird Komplexität und Verdichtung zum Fetisch gemacht, aber auch für Leichtigkeit in gut durchgelüfteten Songs wird gesorgt. Von dieser Kopflastigkeit befreit, erreichen die Instrumentals dann tatsächlich die Beine – das zeigt uns der Opener.

Cougar – Stay Famous

Cougar
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