Mit der Wirkung eines bewusstseins-erweiternden Schaumbades
1. Oktober 2009 | Von Das Team von Hey Tube | Kategorie: Folkrock, Psychedelic | 643 mal gelesenDas musste ja kommen: Alle schwärmen von Woodstock. Und die Hard Drugs klingen fast so, als waren sie mittendrin. Waren sie natürlich nicht – die sieben Haupt-Akteure der psychedelischen Folk-Combo waren da noch nicht mal geboren. Verbergen das aber geschickt: Lange Bärte, bunte oder weiße Kleider und rauschende Hymnen. Wer Polyphonic Spree mag, wird die Kanadier lieben. Denn deren Raubzug durch die blumigen Seiten der Popgeschichte ist genauso unterhaltsam.
Das neue selbstbetitelte Album der Hard Drugs hat die Wirkung eines bewusstseinserweiternden Schaumbades. Alles ist Melodie, jedes Lied ein Sehnen. “Bad Ideas (Don’t Give Up)” treibt die Harmoniesucht auf den Höhepunkt. Dahinter kommt nur noch Kitsch. Denkste! Selbigen vermeiden die Hard Drugs und zwar mit Eleganz.
Sie sind zu 24 (mit Chor und Orchster, wenn ich mich nicht verzählt habe), stecken in weißen Roben und singen im Chor kleine Hymnen über die Liebe, die Sonne und ähnlich Erfreuliches – hier wird jede Dissonanz dem Schönklang geopfert, der Sound, die Songs, die Themen – dass diese Scheibe von der Band ganz genau so auch 1969 hätte erscheinen können, ist das Beste, was man drüber sagen kann.
Hard Drugs – Bad Ideas (Don’t Give Up)




