Musik wie eine Seufzerbrücke vom klassischen Rock zum Soul, unter der die Gondeln Trauer tragen

28. Oktober 2009 | Von | Kategorie: Alternative | 1.938 mal gelesen

The Mumlers ist eine sechsköpfige Band für die unterschiedlichsten Geschmäcker: Das stellt das in San Jose ansässige Sextett auch mit seinem neuen zweiten Album „Don’t Throw Me Away“ wieder einmal eindringlich unter Beweis.

Gekonnt bewegen sich The Mumlers dabei zwischen Jazz, Soul, Folk, Blues und vielem mehr und haben dabei auch große Lust am Experiment. Hypnotisch ist das über 3-minütige Video „Coffin Factory“ geraten, das mit einer Super-8-Kamera erstellt und auf „uralt“ getrimmt wurde.

Die Ideen gehen dem kalifornischen Kollektiv also nicht aus, die auf ein scheinbar unerschöpfliches Reservoir zurückgreifen können, so abwechslungsreich sind die 11 neuen Songs auf „Don’t Throw Me Away“ geraten. Da klingt die Trompete schon mal wie eine knallige Gitarre, die der Kontrabass einfach wegfegt. Und da wachsen scheinbare Waldhörner aus spacigem Keyboard-Blubbern heraus. Instrumente wie Pedal Steel und Tambourine tun ihr übriges.

Bei allem musikalischen Reichtum und aller Divergenz – zusammengehalten werden die Mumlers-Songs vor allem auch durch Will Sprotts lässigen, zurückhaltenden und näselden Gesang. Sozusagen „in die Welt geseufzt“, mit geisterhaften Melodien und altmodischen Knister-Beats: was den akribisch ausgearbeiteten Songs einen beinahe spontanen Charakter verleiht. Genial und verschroben. Das ist wie ich finde Musik wie eine Seufzerbrücke vom klassischen Rock zum Soul, unter der die Gondeln Trauer tragen.

The Mumlers – Coffin Factory

The Mumlers
MySpace


1 Stern-Bewertung des Artikels/Videos2 Sterne-Bewertung des Artikels/Videos3 Sterne-Bewertung des Artikels/Videos4 Sterne-Bewertung des Artikels/Videos5 Sterne-Bewertung des Artikels/Videos (Keine Bewertung)


Tags:

Thematisch ähnliche Beiträge: