New-Wave-orientiertes Saitengeschrubbe, Trommel-Geprügel und bizarre Sounds

29. Oktober 2009 | Von | Kategorie: Alternative | 2.138 mal gelesen

Im Wettstreit zwischen The Killers und den selbst ernannten Rivalen The Bravery, die als einzige Gemeinsamkeit nur eine Schwäche für Synthesizer verbindet, geht der Punkt für Glamourgehabe klar an die erste Combo.

Der manisch-chaotische Sänger Sam Endicott des Quintetts ist etwas merkwürdig. Glaubt man dem Song „Hatefuck“, ist seine größte Sorge, wir er den Hahnenkampf um die Vorherrschaft im Garagenrock gewinnt… Frust, Verzweiflung und Sehnsucht waren ja schon immer die besten Motoren für starke Songs. Ummantelt von Elektropop, wie ihn die Synthie-Pionierbands in den 80ern pflegten, klingt die neue Scheibe „Stir The Blood“ retro und frisch zugleich. Theatralik á la The Killers, drei Akkorde und bombastische Rockmelodien sind eigentlich nicht mehr so angesagt; auch wenn The Bravery-Frontmann Sam Endicott mit seiner Band, rein optisch eher ein Mix aus Ted und Punk, zurückgiftet und einen gekonnten Spagat zwischen New-Wave-orientiertem Saitengeschrubbe, Trommel-Geprügel und bizarren Sounds hinlegt. Da hilft nur ein Lecithin-Nerven-Vital-Tonikum.

The Bravery – Hatefuck

The Bravery
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