Ein Zitatenmonster

4. November 2009 | Von | Kategorie: Progressive | 1.982 mal gelesen

Wenn man die Musik der Bostoner Newcomer Junius beschreiben will, könnte man gleich ein halbes Dutzend hochkarätiger Bands zum Vergleich heranziehen: … And You Will Know Us By The Trail Of Dead, Thrice, Dredg, Pink Floyd – und sogar die britischen 80er-Helden The Cure. Das neue Junius-Album „The Martyrdom Of A Catastrophist“ ist ein Zitatenmonster und thematisch dem Leben und Schaffen des umstrittenen Wissenschaftlers Dr. Immanuel Velikovsky gewidmet. Dabei quillt überall Musikgeschichte aus den Stücken, doch klingt die Band dabei überraschenderweise doch ganz eigen.

Es sind die Widersprüche, die hier faszinieren: Auf dem aktuellen Album gibt es zuckrigste Acht-Minuten-Rock-Momente, doch auch mehr oder weniger lange Minuten voll konfuser, verstörender, surrealer Experimentierfreude. Krautrock und psychedelischer Progressive-Rock vereint sich mit Synthiepop-Hammern. Metal-Riffs treffen himmlische Melodiebögen. Vertrackter Frickel-Jazz verlobt sich mit Klangkunst.

Junius können uns ein Lied davon singen – der Song „Stargazers & Gravediggers“ etwa erzählt auf tottraurige Weise davon: Das Leben bleibt schwierig!

Junius – Stargazers & Gravediggers

Junius – The Martyrdom Of Immanuel

Junius
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