Die Stecknadel zu Boden fallen hören

7. Juli 2010 | Von | Kategorie: Alternative, Folkrock | 1.364 mal gelesen

Kaum zu glauben. Was die Britin mit den roten Wusellocken von Peggy Sue da singt, ist zum Teil schon über gefühlte 40 Jahre alt.

Es ist eine dieser Platten, bei denen man die berüchtigte Stecknadel zu Boden fallen hören könnte. Zwar gleitet die Stimme der Sängerin mit den roten Wusellocken oft genug ins kernige Reibeisentimbre á la Janis Joplin oder sie klingt nach Cat Power, doch die ruhigen, fast mystischen Momente überwiegen. Da wird die bluesige Gottesanbetung zum feinen Feengesang und die beiden akustischen Gitarren von Rosa Rex und Katy Klaw klingen fast wie Harfen, während Olly zarte bis rohe Rhythmen aus seinen Trommeln herauskitzelt.

Die rhythmischen Alternative-Folk-Blues-Arrangements klingen peppig und federnd. Zeitlose Pop-Tricks, ein wenig Nostalgie und jede Menge Melodieverliebtheit werden in den Händen des Trios zu einem ausgesprochen vergnügten Album. Das neue Album „Fossils And Other Phantoms“ ist ein Nostalgie-Tool ohne große Ausfälle, eine Gute-Laune-Platte und ein Sammelsurium bewährter Ideen, die auch nach fast vier Jahrzehnten noch immer ausgezeichnet funktionieren, ohne langweilig zu werden. Das klingt hübsch und sollte auf keinen Fall als obskurer Geheimtipp versauern.

Peggy Sue – Watchman

Peggy Sue – Yo Mama (Live)

Peggy Sue
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