Ungeschliffene Kraftmeierei

5. August 2010 | Von Horst Wendt | Kategorie: Alternative | 1,284 mal gelesen

Kanada ist seit einiger Zeit das Pop-Wunderland, Unterabteilung Independent. Dazu gehören auch Tokyo Police Club, die vor gut vier Jahren mit ihrer EP “A Lesson In Crime” ein erstes energisches Ausrufezeichen setzten. Die Fachpresse vom Rolling Stone bis zum NME war begeistert von der Talentprobe der vier Jungs, die zu der Zeit noch auf der High School büffelten. Die EP verkaufte sich 70 000 Mal, kein schlechter Start für eine Schülerband aus der kanadischen Provinz Ontario.

Mit ihrem ersten regulären Album “Elephant Shell” bewiesen Sänger David Monks, Gitarrist Josh Hook, Graham Wright an den Keyboards und Drummer Greg Alsop, dass die Lobeshymnen keineswegs verfrüht waren. Tokyo Police Club haben sich mit ihrem zweiten Album “Champ” weiterentwickelt, die noch etwas ungeschliffene Kraftmeierei des Überraschungsdebüts ist fast Vergangenheit, die elf neuen Songs, von denen keiner länger als vier Minuten ist, wirken ausgereifter, obwohl die Band ihre ungestüme Energie keineswegs eingebüßt hat. Es rumpelt und scheppert überall und bringt gerade deswegen so viel Spaß.

Tokyo Police Club – Wait Up (Live)


Tokyo Police Club
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