Zwielichtige New-Wave-Klänge

11. August 2010 | Von Horst Wendt | Kategorie: Alternative, Psychedelic | 1,402 mal gelesen

Es gibt heute noch Songs, die klingen noch immer so frisch, toll und wichtig als wären sie wie vor 25 Jahren erschienen. Und solche Songs sind auf dem neuen selbstbetitelten Album von O.Children zu finden. Und wenn die Songs nur halb so gut wurden wie das alte Material von Joy Division, den Psychedelic Furs oder Bauhaus, dann dürfte das ziemlich gut klingen.

So zitiert das britisch-französiche Quartett vor allem die zwielichtigen New-Wave-Klänge der frühen 80er Jahre. Da sind die genannten Bands in Hörweite. Doch von einem Plagiat zu sprechen wäre ungerecht: Auch wenn O.Children nie ihr düsteres, melancholisches Terrain verlassen, nähert sich die Band stets dem Pop, ohne sich dem Mainstream zu verschreiben und mit seiner prägnanten Stimme ist Sänger Tobi O’Kandi der Peter Murphy und Scott Walker des Undergrounds.

Somit ist die Musik von O.Children gerade in ihrer Verzweiflung gefühlsecht und die Band pendelt zwischen Glam, Opulenz und Schwerenötertum.

O.Children – Ruins


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