Etwas Windschiefes, Krächzendes

13. August 2010 | Von Horst Wendt | Kategorie: Alternative | 1,021 mal gelesen

Die Stimme des New Yorker Künstlers und Fotgraf Andres Serrano aka Brutus Faust ist bestimmt nicht gefällig. Mit wenig Volumen gesegnet, hat sie etwas Windschiefes, Krächzendes. Nicht schön, aber charakteristisch und mit äußerst hohem Wiedererkennungswert.

Wenn Serrano in einer seiner zartesten Balladen “Love letters” nachtrauert, rührt gerade das Unzulängliche dieser Stimme. Die schneidende Ironie des vielleicht missverstandenen Songs könnte kein Schönsänger so hinbekommen und wird erst über seinen kratzig-nasalen Gesang so richtig offenkundig.

“Vengeance Is Mine”, das neue Album von Brutus Faust beinhaltet sechs Cover-Versionen von “Just My Imagination”, “Black Betty”, “Bad Moon Rising”, “House of the Rising Sun”, “Sounds Of Silence” und “500 Miles (I’m Gonna Be)”. Wer die Musik von diesem Album mit seinen glühenden Gitarren, fiebrigen Orgelschüben und atemlosen Textlawinen hört, fühlt sich unweigerlich an den jungen Dylan erinnert – als der seine Songs noch mehr sang als krächzte.

Brutus Faust – Goo Goo Gaga


Brutus Faust – Love Letters


Brutus Faust
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