Authentisch und ohne gestelzte Grütze

23. Februar 2010 | Von | Kategorie: Pop | 1.750 mal gelesen

Es rumpelt einem ’ne Menge Dreck durch die Gehörgänge im Laufe eines Jahres. Und jetzt, in der dunklen Zeit, wird’s wieder besonders schlimm. Man kübelt uns zu mit Besinnlichkeit von der Stange, mit Glockengeläut, das Spiritualität suggerieren will, mit dem ganzen musikalischen Duftkerzenmist, der uns das Gefühl von Wärme geben soll, und doch nur schal und abgestanden und kalkuliert ist. Wie das wirklich geht, mit den großen Gefühlen, wie man authentisch und ohne gestelzte Grütze große Popmusik zelebriert, das zeigen uns heute Parenthetical Girls aus Portland im US-Staat Oregon.

Parenthetical Girls

Für die, die das Treiben der vierköpfigen Band schon länger verfolgen, stellt sich da das Gefühl ein, als würden die Guten jetzt endlich gewinnen, auch wenn es ganz sicher ist, dass der kunstvoll inszenierte, orchestrale und epische Pop schwer zu vermarkten ist. Zu viel Nachdenklichkeit. Zu wenig Hipness. Für die, die sie noch nicht kennen, aber Wild Beasts oder Yacht für ihre zeitlose Größe schätzen, gibt es jetzt die Chance, eine neue Liebe zu entdecken. Deshalb werfen wir einen Blick auf das neue Video zum Ohrwurm „Evelyn McHale“, das mindestens so schwindelerregend ist wie sein eigenwilliger Titel – bezogen auf den Selbstmord einer 23-jährigen gleichen Namens. Die neue Scheibe „Privilege“ ist am „Werden“.

Parenthetical Girls – Evelyn McHale

Parenthetical Girls
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