Wo die Welt noch in Ordnung ist

15. März 2010 | Von | Kategorie: Rock | 2.051 mal gelesen

Das erste Album der Band Yukon Blonde, selbstbetitelt, ist noch so frisch im Ohr. Schlank die Überraschungen auf dem neuen Werk, das nicht nur für Freunde des fröhlichen Pomps bequem konsumierbar ist. Fans von Supertramp, America und Fleetwood Mac können frohlocken.

Yukon Blonde

Ähnliche Blutkocher waren diese Musiker auch schon unter dem Namen AlphaBaby, deren Fantasie in puncto Bandnamen ebenfalls nicht über das Studium eines Atlas‘ hinaus ging. Vancouver, Kanada also. Wo die Welt noch in Ordnung ist. Und man noch gerne zu Sounds schunkelt, die im zivilisierten Teil der Welt bereits in den 80ern als veraltet galten, auch wenn jetzt Olympia Einzug hielt. Ein bisschen Prog-Rock, ein wenig Gefiedel, hier und da ein Shuffle-Riff, Stetson auf die Birne oder lange Haare – und ab damit. Auf dass man sich die Cowboystiefel staubig tanzt…

Yukon Blonde sind Jeff Innes, Brandon Scott, Adam Newton und Graham Jones und die machen ihr Ding routiniert: Den Fan verwöhnen sie mit ausgetüftelten Vokalarrangements, explosiven Gitarrensoli und fast sakralen Powerchords. Dazu beweisen sie einmal mehr ausgesprochenes Talent für Ohrwürmer, erinnern an allen Ecken und Enden an die schon genannten Bands. Das alles klingt so bierernst und bedeutungsschwer wie eine Friedensdemo – und hat etwa den gleichen Effekt auf den Gang der Welt. Nicht ganz so schlimm: Yukon Blonde wirken ehrlich tiefschürfend, zum Beispiel wenn in „1000 Years“ die hymnischen Aah- und Uuh´s erklingen.

Yukon Blonde – 1000 Years (Live)

Yukon Blonde
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