Frei von verschwurbelter Mythenkrämerei

30. April 2010 | Von Das Team von Hey Tube | Kategorie: Alternative, Progressive | 671 mal gelesen

So wird sie klingen, die Rache des Stubenhockers: harte bis brutale Gitarrenriffs, aber alles so knifflig und verspielt, dass man stets den Denker raushört. Six Gallery ist das erfolgreiche Vehikel des amerikanischen Klangtüftlers Daniel J. Francis – was nicht heißt, dass ihn das kompromissbereiter macht: “Breakthroughs In Modern Art” ist die erste Platte des Quintetts. Hier gehts um Alternative und Progressive voller Haken und Ösen, allerdings eher in einer abgespeckten Variante.

Six Gallery

So viel steht fest: Der Zopf ist ab. Denn wenn das hier Progrock ist, wie schon mal über Oceansize kolportiert wird, dann ist es eine ganz neue Form – frei von verschwurbelter Mythenkrämerei. Irgendwo zwischen Minus The Bear, Maps and Atlases und Aereogramme arbeiten die Amis, bauen kunstvolle Strukturen auf und lassen brutale Gitarrenwände drüber zusammenstürzen. Monatelang haben Six Gallery an ihrer CD gefeilt. Und das hört man – und duckt sich unterm Kopfhörer.

Am 19. März tauchten Six Gallery mit “Breakingthrough The Modern Art” zum zweiten Mal mit ihrem Debütalbum auf dem Plattenmarkt auf. In der jungen Bandgeschichte verzeichnen Six Gallery damit ihr erstes Re-Release. Der erste Anlauf im Juni 2009 erregte so viel Aufmerksamkeit in der Musikszene, dass sie Ende des Jahres einen weltweiten Deal mit Superball Music unterzeichneten und somit auch der Re-Release in die Wege geleitet wurde.

Direkt nachgeschoben wurde das Video zu “A Live Nativity Scene”.

Siy Gallery – A Live Nativity Scene


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