Bedrohlich und finster klingt das

19. Mai 2010 | Von | Kategorie: Folkrock, Rock | 1.882 mal gelesen

Murder By Death torkeln wie besoffen im schleppenden Walzertakt, um im nächsten Moment wie von der Leine gelassen davonzugaloppieren und verbinden das opulente, überkandidelte Pathos von Muse mit knorrigen Polka-Elementen, Walzer-Rhythmen und brachialen Gitarren.

So wie immer heult Sänger Adam Turla mit seiner dunklen Tremolostimme das Mikrofon an, als wäre er ein einsamer Wolf in einer Mondnacht. Drei bärtige Männer mit auffälligen Armtätowierungen und eine blonde Frau ohne besondere Merkmale deklinieren als Murder By Death auch auf der neuen Scheibe „Good Morning, Magpie“ auf ihre Weise Country, Americana, Blues, Gospel und Rock.

Bedrohlich und finster klingt das. Kein Wunder: Murder By Death, benannt nach einer Krimi-Parodie, hegt eine Vorliebe für Monster, Bestien, Zombies. Da passen keine fröhlichen Dur-Akkorde oder launige Sprüche, eher so, als würde man noch in dieser Nacht den Leibhaftigen erwarten. Der packende Sound aber lebt vor allem von Sarah Balliet, die ihr E-Cello zupft, kratzt, streicht – regelrecht schlägt. So schwankt der Vierer zwischen Waits’schem Säuferblues und druckvollem 80er-Hardcore á la Hüsker Dü hin und her. Erstklassig!

Murder By Death – As Long As There Is Whiskey In The World

Murder by Death – You Don’t Miss Twice (When You’re Shavin‘ With a Knife)

Murder by Death – White Noise

Murder By Death
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