Morgenstund‘ hat Gold im Mund

21. Mai 2010 | Von | Kategorie: Folkrock | 2.088 mal gelesen

Morgenstund‘ hat Gold im Mund – oder doch zumindest in der Stimme. Wie Polly Harvey mit ihrer Band Sparrow And The Workshop nämlich auf dem neuen Debütalbum „Crystals Fall“ ihre klare, voluminös-klare Stimme durch die 14 Songs strömen lässt, ist bezaubernd.

Fernab von Holzfällerhemd und Americana-Flair (schließlich kommen Sparrow And The Workshop aus Glasgow) verpassen Polly Harvey und ihre zwei Mitmusiker dem britischen Country & Folk eine wohltuende Frischzellenkur, denn dieses Genre war schon einmal höchst erfolgreich, als in den Sechzigern und Siebzigern die traditionelle Volksmusik aus allen Teilen der Insel mit Rock fusionierte.

Mit subtilem Witz, einer blendenden Gesangsstimme und feiner akustischer Begleitung zieht Harvey den Zuhörer sofort in ihren Bann. Der trockene Folk-Groove geht einem in die Beine, die melancholischen Balladen unter die Haut und auch der Blues bekommt durch Nick Parkers flinke Gitarrenfinger und das spröde, scheppernde Schlagzeug von Gregor Donaldson eine ganz eigene Note.

Das Ganze ergibt eine Mischung aus Fleet Foxes, Fairport Convention (Sandy Denny) oder auch Nancy Sinatra. Wie unterschiedlich ihre Mittel sind: mal folkig, dann bluesig, mal rockig, dann melodramatisch. Diese Band ist undurchschaubar, auch des Bandnamens wegen.

Sparrow And The Workshop – I Will Break You

Sparrow And The Workshop – A Horses Grin

Sparrow And the Workshop – Devil Song

Sparrow And The Workshop
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