Mit sperrigen Strophen und hochmelodischen Refrains

21. Januar 2011 | Von Das Team von Hey Tube | Kategorie: Alternative, Rock | 775 mal gelesen

Den ausbleibenden Erfolg hätte die US-Band Tapes ‘n Tapes um Sänger Josh Grier bereits vor einigen Jahren verdient gehabt. Ihre Debüt-EP sorgte für einigen Wirbel, das folgende Album erhielt gute Besprechungen und brachte ihnen Vergleiche mit den Pixies und Pavement ein, das zweite Werk fiel komplett durch – indes und folgerichtig: Der Durchbruch blieb aus. Nun will sich das Quartett mit seinem dritten Werk “Outside” in der Spitze etablieren.

Stilistisch sind sie ein typisches amerikanisches Indie-Rock-Kind der 90er Jahre, das mit sperrigen Strophen und hochmelodischen Refrains jedes Wohnzimmer und erst recht jeden Konzertsaal zum Kochen bringt. Vergleiche zu den Pixies und Pavement können gezogen werden ohne die musikalische Eigenständigkeit der Band in Frage zu stellen.

Mit “Outside” sollte nun endlich auch der kommerzielle Husarenstreich folgen, denn der lange Entwicklungsprozess der Gruppe aus Minneapolis zeigt dabei eine deutliche Tendenz Richtung Mainstream, doch die Band kann und will nicht ohne Brüche und Schrullen. Selbst unwiderstehliche Pop-Hymen wie die erste Single “Freak Out” kommt nicht ohne quergelegten Sound aus, wohl aber ohne Effekthascherei. Die wendungsreichen Songs zwischen Indie, Rock-Kargheit, Hysterie und Üppigkeit, zwischen zackigen Rhythmen und unbändiger Dynamik sind klassisch arrangiert.

Tapes ‘n Tapes – Freak Out


Tapes ‘n Tapes
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