Dreckiger, ungehobelter Sound, der wirklich keinen kaltlässt

24. Januar 2011 | Von | Kategorie: Rock | 2.285 mal gelesen

Zwischen allen Stühlen überrascht The Mighty Stef aus Dublin mit einem dreckigen, ungehobelten Sound, der wirklich keinen kaltlässt. Im Gegenteil – alle sind begeistert: Unlängst trugen sich Bono und Bob Geldorf in die Liste der TMS-Supporter ein. Seine nach Rauch und Whiskey klingende Stimme ist sein Markenzeichen, und in diesem rockt The Mighty Stef aka Stefan Murphy über das, was ihn beschäftigt. Das sind große und kleine Sachen, so die politische Situation in Irland; zum Thema kann aber auch ein durchzechtes Wochenende taugen. Doch aus dem Alltag, aus seinen Erlebnissen im Pub oder in der Kneipe mixt The Mighty Stef verdammt große Kunst, schnoddrig, rau, doch auch von glänzender Komplexität, da gefällt mir „Blood And Whiskey“ aus der Feder von Drummer Brian Gallagher am Besten. Aber auch „Georgia Girl“, eine fürs Radio geeignete flotte Pop-Ballade ist auf dem neuen dritten Album „TMS And The Baptists“ zu finden.

Der Longplayer wurde Ende 2008 in den Berliner Schaltraum Studios von Tom Schwoll (Ex-Extrabreit, Ex-Jingo de Lunch) aufgenommen und enthält neun neue Songs über Sünde und Erlösung, Hoffnung und Hoffnungslosigkeit. Der irische Troubadour und seine Crew, bestehend aus den Mitgliedern der irischen Rocker Humanzi, entdecken auf „TMS And The Baptists“ die Facetten des Rock´n´Roll mit all seiner feurigen Wut und in all seinem traumhaften Glanz. „We Want Blood“, die erste Single aus diesem Album, trifft die aktuelle politische Situation in Irland wie die Faust aufs Auge. „This should be our new national anthem“ – so die Irish Times.

The Mighty Stef – We Want Blood

The Mighty Stef
MySpace


1 Stern-Bewertung des Artikels/Videos2 Sterne-Bewertung des Artikels/Videos3 Sterne-Bewertung des Artikels/Videos4 Sterne-Bewertung des Artikels/Videos5 Sterne-Bewertung des Artikels/Videos (Keine Bewertung)


Tags:

Thematisch ähnliche Beiträge: