Meisterwerke der Dringlichkeit, die wie ein Messer zustechen

23. März 2011 | Von | Kategorie: Pop | 2.328 mal gelesen

Ein bisschen komisch, aber kein Wunder, dass The Sexual Outlaws (benannt nach einem Buch von John Rechy, in dem es um die Unterdrückung Homosexueller im Los Angeles der späten 70er Jahre geht) auf ihrem Debüt „Revenge Of The Spinsters“ eine Frau mit stilkorrektem Zylinder zum Frack zeigt, denn das passt zur Musik. Man stelle sich Depeche Mode vor mit The-Smith-Sänger Morrissey am Mikro. Der Vergleich ist gar nicht so weit hergeholt, denn die US-Band liebt diese Bands, liebt auch The Cure und Peter Gabriel. Und sorgt mit starken Songs für ein sehr flottes melancholisches Retro-Vergnügen.

Der wabernde Keyboardsound erinnert zwar entfernt an den orchestralen Bombast von The Cure, aber dann schält sich nach intensivem Hören vehement und unaufhörlich die smith’sche Melancholie heraus. Die Stücke „Xes“ oder „The One Who Got Away“ gehören in den Kanon exzellenter Popmusik, sind Meisterwerke der Dringlichkeit, die wie ein Messer zustechen: Hat man sie einmal gehört, kann man sie nicht mehr vergessen.

The Sexual Outlaws – Xes

The Sexual Outlaws – The One Who Got Away

The Sexual Outlaws
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