Düsternis, ick hör’ dir trapsen
19. April 2011 | Von Horst Wendt | Kategorie: Pop, Psychedelic | 844 mal gelesenEndlich taucht mit Chapel Club eine Newcomer-Band aus England auf, die ohne die ausgelutschten Begriffe wie “Hype” oder “das nächste große Ding” auskommt. Das Quartett kehrt auf seinem bemerkenswert unaufgeregten und abgeklärten Debüt-Album “Palace” zu den Wurzeln des englischen Gitarren-Pop zurück. Dessen Geschichte arbeiten Chapel Club mit ihren nervösen Gitarren und herrlichen Melodien, mit Referenzen an die frühen Joy Division, Echo & The Bunnymen, Glasvegas oder den White Lies in ihren knackigen Songs würdig auf. So würdig, dass sich auch die inzwischen verstorbene Radio-DJ-Legende John Peel zum Fan von Chapel Club erklären würde, so denke ich…
Die Songs von dem Album tragen Titel wie “Blind”, die CD ist kunterbunt, und das Cover zeigt die Mitglieder der Band in einer 60er psychedelisch angetuschten Farbwolke. Düsternis, ick hör’ dir trapsen – aber eben psychedelisch. Und tatsächlich versprühen der Chapel Club nicht eben kunterbunte Fröhlichkeit. Das Londoner Quintett klingt ein bisschen wie die schon oben genannten Bands. Und tanzen kann man dazu auch. In Trance. Perfekt.
Chapel Club – Roads





