Krach und Melodie, Noise und Wohlklang

27. April 2011 | Von Horst Wendt | Kategorie: Pop, Psychedelic | 1,143 mal gelesen

Diese Band sprengt alle gängigen Formate. Und ganz im Gegensatz zu ihrem kristallklaren Namen bescheren sie uns ein garstiges urbanes Geknatter, ein sanft lärmendes Noise-Gewitter: der Soundtrack für Metropolen-Neurotiker. Crystal Stilts bewegen sich im Augenblick. Die Negation und Verfremdung musikalischer Konventionen steht keine Sekunde still. Crystal Stilts können nerven! Aber dann mit System. Sie reduzieren sich bis zum Geräusch, um plötzlich zwei Takte einer Kirmesmelodie runterzutrashen. Es sägt, quietscht und kreischt. Ihr erster Tonträger “Departure” trieb dies auf die Spitze.

Ihr neues Album mit dem Titel “In Love With Oblivion” vereint auf wunderbare Weise die Pole, um die sich alles dreht: Krach und Melodie, Noise und Wohlklang – die Antipoden des Pop, zwischen denen der Sound der Band uas Brooklyn mäandert – melancholisch schön. Melodiös wie schnörkellos wird sich durch die Indie-Geschichte gespielt, schwungvoller Gitarrenpop wechselt sich mit sphärischem Harmonien und smartem Noise Rock – Kopfnicken und Fußwippen sind ausdrücklich erlaubt. Man kann es drehen und wenden: Aus dem Ohr bekommt man diese Musik nicht mehr.

Crystal Stilts – Through The Floor


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