Ein Rhythmus, der meist gemütlich hinterher eiert

28. April 2011 | Von Horst Wendt | Kategorie: Alternative | 1,252 mal gelesen

Immer wenn Frontman und Songwriter Kyle Field der Band Little Wings in die Weite Kaliforniens starrt, beginnen seine Gedanken zu gleiten. Der gleiche Effekt tritt ein, hört man seine Musik. Sie ist ein einziges Schweben und Gleiten der Töne. Alles ist Melodie. Fields harmonietrunkene Hymnen sind dem Himmel zugewandt – auf der neuen CD “Black Grass” mehr denn je. Er singt mit fast gehauchter Stimme komische Geschichten. Keinerlei Störgeräusche brechen den Schönklang.

Dahinscheppernde, zarte Gitarrenwände rennen mit sachter, verspielter Elektronik und dezenten Samples um die Wette. An der Ziellinie wartet Field mit seiner Band auf den Rhythmus, denn der eiert meist gemütlich hinterher. Mit Songs wie “I Grow Too” oder “How Come” erschufen Little Wings fragile – nicht nur wegen der kruden Texte oft nicht einfach zu erschließende – Lo-Fi-Perlen, die sich nahtlos in die Reihe der großen Werke von Grandaddy oder Devendra Banhart einfügen.

Little Wings- I Grow Too


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