Eine Mischung aus ausgelassenem Scheunentanz und beseelter Andacht

29. April 2011 | Von | Kategorie: Folkrock | 2.054 mal gelesen

Die Musik von Southeast Engine: euphorisierend. Die Auftritte: eine Mischung aus ausgelassenem Scheunentanz und beseelter Andacht. Mal traditioneller Bluegrass, mal pastoraler Folk. Immer mit einer Emphase vorgetragen, die heutzutage ihresgleichen sucht. Man muss bloß das Stück „1933 (The Great Depression)“ hören, um zu verstehen, was die Band so besonders macht. Und wunderbar, das Ganze, das neue und fünfte Album „Canary“! Das ausgerechnet mit Banjo, Tamburin und Mundharmonika Begeisterungsstürme auslöst. Noch dazu mit Texten, die nicht Herz auf Schmerz reimen, sondern in altmodischer Sprache vom Leben in irgendeinem amerikanischen Kaff und dem dort fehlenden Gottvertrauen singen.

Und überhaupt Banjo: Auf „Canary“ bleibt doch viel übrig von Bluegrass-Romantik. Das Werkzeug von Southeast Engine liest sich wie ein Auszug aus dem Katalog eines Oldtime-Gemischtwarenstores. Das ergibt einen fabelhaften Rahmen für die oft ziemlich abgründigen, aber banalen Geschichten, die die Band uns erzählt, klingt wunderbar warmherzig und eben fast schon unverschämt altmodisch.

Southeast Engine – Red Lake Shore (Live)

Southeast Engine – Ruthie (Live)

Southeast Engine
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