Nervös, überdreht und zappelig
13. Mai 2011 | Von Das Team von Hey Tube | Kategorie: Folkrock, Rock | 554 mal gelesenIn New York machen gerade O’Death von sich reden, die traditionellen Klängen einen anarchistischen Touch geben. Den tumultartigen und abgedrehten Bluegrass-Sound von O’Death als nervös, überdreht und zappelig zu beschreiben, ist noch untertrieben. Ebenso wäre “ungewöhnlich” noch zu wenig, um ihre Musik zu beschreiben: atemberaubend das Tempo, skurril die Musiker- und Instrumentenauswahl, wild die Mischung der Stile.
Wenn die fünf Männer aus New York mit Gitarre, Fiddle und Banjo auf die Bühne gehen, dann treten sie eine Stampede los. Wie im Fieberwahn heizen sie durch Country, Folk, Gypsy-Musik und Bluegrass. Das klingt so, als hätte man Wovenhand, die Pogues und Tom Waits in einer Musikerwerkstatt frisiert und pumpe sie dann noch mit einem Gemisch aus Superbenzin und Speed voll. Wer bei diesem Irrsinn zwischen Tradition und Tumult noch ruhig bleiben kann, muss schon einen außergewöhnlich niedrigen Blutdruck habe.
So kommt auch auch das neue Werk “Outside” daher – der Titel mag sanfte Klänge suggerieren – aber O’Death schmeißen Folk-Punk-Böller, traktieren mit zappeligen, fast nervigen Schrammel-Sounds und streicheln die geschundene Seele. Werk Nummer 3 gilt allgemein als schwierige Hürde – sie wurde gemeistert und macht einen wie mich ganz kirre.
O’Death – Bugs




