Der Schlüssel zu einer dunklen, melancholischen Musik

21. September 2011 | Von | Kategorie: Rock | 1.501 mal gelesen

Das Trio Guadalupe Plata besitzt den Schlüssel zu einer dunklen, melancholischen Musik, dem Blues nämlich. Die drei Musiker aus Spanien gehören schon mit ihrem zweiten selbstbetieltem Album zu den (europäischen) Meistern des Genres. Allein ihr 6-Stücke-Debüt aus 2009 brachte ihnen eine Menge Lob von Seiten der Kritik ein. Und auch an dem neuen Album mit 13 Songs gibt es nichts herumzumäkeln.

Mit dem ersten Titel „Serpiente Negra“ zieht die Scheibe bereits (ganz spanisch) in ihren Bann. Gitarrenriffs heulen da, schräg und wild wie von Hendrix angeschlagen. Wild und grimmig ist dieser manchmal regelrecht experimentelle Blues, dazu die gepresste Stimme des Sängers: Das ergibt eine dreckige, herbe Bluesrock-Mischung. Alle Songs haben das gewisse Etwas, den speziellen Groove, der die knapp 35 Minuten von der Scheibe rasend schnell verfliegen lässt. Mit dem coolen Stück „Boogie De La Muerte“ etwa, dem klassischen Blues „Estoy Roto“ oder dem traurigen „Habichuelas Del Oeste“ zum Schluss gelang dem spanischen Trio ein Mix der Spitzenklasse, der niemals Gefahr läuft zum musikalischen Einheitsbrei zu werden.

Wer glaubte, Blues sei schon lange passé, täuscht sich also gewaltig und hat wahrscheinlich diese Band noch nie gehört.

Guadalupe Plata – Pollo Podrio

Guadalupe Plata – Boogie De La Muerte (Audio)

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