Das Spektrum ist schlicht atemberaubend

12. Oktober 2011 | Von Das Team von Hey Tube | Kategorie: Alternative, Rock | 320 mal gelesen

Die dürren Zeiten sind vorbei, zumindest bei der US-Band mit dem un-googlebaren und merkwürdigen Namen Girls. Hier wird Rock jetzt mal wirklich groß geschrieben. “Rock”, das ist ja beinahe ein zu dürftiges Wort für das, was Girls musikalisch so alles anstellen. Opulente Meisterwerke von epischer Größe schweben durch den Raum, wenn man ihr neues Album “Father, Son, Holy Ghost” hört.

Man kann eigentlich gar nicht sagen, dass sie diese Art von Musik neu erfinden würden, doch ist ihr Spektrum schlicht atemberaubend. So sehr changieren die Stimmungen in ihrer Musik: Zwischen lässigem Indie-Rock, rauschhaften Hochgefühls-Piano-Kapriolen und einem psychedelischen Keyboard-Klangspektakel pendeln die Stücke, die allesamt von den beiden Hauptakteuren Christopher Owens and Chet “JR” White geschrieben werden.

Girls geben sich mit nicht weniger zufrieden, als klassisch-kunstvolle, für die Ewigkeit gemachte Popsongs zu schreiben. So verglich die New York Times den Sound der Band aus San Francisco mit Elvis Costello, Buddy Holly und die Beach Boys. Doch Girls klingen beinahe noch euphorischer (und manchmal auch pathetischer). Auch auf ihrem neuen Album gelingt ihnen, was Legionen von nachgewachsenen Bands ihren Vorbildern aus den 60ern, 70ern und 80ern nur abgeschaut haben: Girls bringen viel zusammen – und trotzdem klingt es eigen. So entstanden Songs, die sich vor Spannung dehnen und von Wärme durchströmt werden: Musik, die sich voller Lebensgier in einen blauen Himmel bohrt. Und ihren Kopf, den haben sie irgendwo ganz da oben, angesichts des neuen Albums, wo die Sonne ewig scheint.

Girls – Vomit


Girls – Honey Bunny


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