Ein Ego mit genialen Zügen hebt sich aufs musikalische Hochplateau

17. Februar 2012 | Von | Kategorie: Alternative, Folkrock | 1.437 mal gelesen

Das schwedische Kaff Lund trifft auf Tucson, Arizona, mittendrin der Exil-Schwede Andrew Collberg. Da treffen Gitarrenfolk und psychedelische Elemente auf abstrakten, organischen Indie-Pop. Ein Ego mit genialen Zügen hebt sich aufs musikalische Hochplateau. So auch auf dem letzten Album „On the Wreath“ (2010), wo einem warme Sounds kalt den Rücken runter laufen, dort paaren sich entrücktr Folk, Pop und Indie und gebären einen bildschönen Bastard.

Diesmal aber überrascht einen der charakterlich starke wie kongeniale Collberg mit der 7inch Single „Dirty Wind/Back On The Shore“, zwei akustisch eingespielte Popsongs aus einem Guss und zelebriert die hohe Kunst des lässig-luftigen, zeitlosen Liedgutes am Rande der unspektakulären Perfektion.

Collbergs stilistische Nähe zu Musikern wie den Go-Betweens, Elliot Smith, Badly Drawn Boy, den Bryds, den Kinks und nicht zuletzt John Lennon bleibt unüberhörbar. Der chronische Melancholiker mit einer warmen Stimme arrangiert seinen Low-Fi Gitarren-Folk karg und reduziert, dafür ersetzen spröde Schönheit und eine intime Atmosphäre tausend Instrumente. Wer in Andrew Collberg einen suizidgefährdeten Musiker vermutet, irrt gewaltig, auch wenn der junge Mann nur einen Teil seiner Seele ausschüttet. Das aber herzzerreißend.

Andrew Collberg – Back On The Shore

Andrew Collberg
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