Der Charme der amerikanischen Landstoffels

21. Februar 2012 | Von | Kategorie: Folkrock | 1.417 mal gelesen

Die Songs von Dastardly gehen nicht beim ersten H÷ren ins Ohr. Und beim zweiten Mal auch nicht. „Americana“ nennen die Amerikaner ihre Countrymusik, wenn sie sich nicht auf dem Niveau des Musikantenstadls bewegt. Sie ist Blues- und Rock-infiziert, rau, rauchig, roh, handgmacht – „Honky Tonk“ eben.

So ist es mit Dastardlys neuer EP „Bury Me In The Country“, auf der „Rose Marie“ nicht enthalten ist, auch. Dabei sind die Texte die eigentlichen GlanzstŘcke. Wo die Band aus Chicago doch so wenig Wert auf Glanz legt. So wirft die Band einen malizi÷sen Blick auf ihre verlogenen Durchschnittsnachbarn, singt Řber Langeweile in Beziehungen und gro▀e Mengen Alkohol. All das tragen Dastardly meist mehr-stimmig vor, getragen von der klassischen Formation: Gitarre, Bass, Drums, Banjo, Akkordeon. Das hat Charme, den Charme der amerikanischen Landstoffels eben. Mit Cowboystiefeln, ein bisschen gewollt cool, aber mit Hirn. Richtig zu begeistern wei▀ das auch beim dritten H÷ren nicht, aber es ist merkwŘrdig. Und zwar im engen Wortsinn: Man sollte sich den Namen des Quintetts merken. So schwer das sein mag.

Dastardly – Fever

Dastardly – Rose Marie

Dastardly
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