Zwischen ätzendem Sarkasmus, wehmütiger Erinnerung und väterlichem Charme

20. August 2012 | Von | Kategorie: Alternative, Pop | 1.449 mal gelesen

­Ein betagter Mann am Flügel. Bärtig, bebrillt, untersetzt, etwas hüftsteif beim Aufstehen vom Klavierhocker. Nur einige wenige Scheinwerfer setzen den Pianisten, Songwriter und Sänger Bill Fay dezent in Szene. Sonst nichts.

Sonst nichts? Na und? Bei den Aufnahmen mit Begleitband zu dem neuen Album „Life Is People“ zählen eleganteste Melodien zwischen Folk, Pop und neoklassischer Songwriterkunst. Man genießt den Wortwitz des Briten, der in seinem musikalischen Anliegen mühelos zwischen ätzendem Sarkasmus, wehmütiger Erinnerung und väterlichem Charme hin und her springt. Es geht um hohe Songschreiber-Kunst und beste Unterhaltung.

Dabei ist die Stimme des Mannes gewiss nicht gefälliger geworden im Laufe der Jahre. Schon immer mit wenig Volumen gesegnet, hat sie aber etwas Windschiefes, Krächzendes bekommen. Fay, der schon 1967 mit erster Single „Some Good Advice“/“Screams In My Ears“ auf sich aufmerksam machte, spielt als Sänger in einer Liga mit Bob Dylan, dabei richtig schön, aber charakteristisch und mit äußerst hohem Wiedererkennungswert.

Bill Fay – Be At Peace With Yourself

Bill Fay
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