Schichten, falten und anschließend wieder glatt streichen

24. August 2012 | Von | Kategorie: Alternative, Folkrock | 1.360 mal gelesen

Kanada ist nicht nur ein zweisprachiges Land, sondern auch Heimat skurriler Bands. The Wilderness Of Manitoba ist zwar nicht ganz so skurril, eigenartige, aber gute Musik machen die fünf Musiker aus Toronto dennoch. Das gemischte Quintett zeigt sich auf der neuen EP „Delaware House“ ungewöhnlich diszipliniert und überraschen mit sehnsuchtsvollen, flott arrangierten Gitarrensongs zwischen Folk und Country der etwas anderen Art.

Sie schafften den Sprung in die Songwriter-Selbstständigkeit schon mit dem Album „Island Of Echoes“ aus diesem Jahr und haben seitdem eine große Fangemeinde, die sich nun an der neuen EP erfreuen darf. „Delaware House“ bietet eine gelungene Mischung aus modernem Chamber-Folk, Alternative und einladenen natürlichen Popmelodien, die einen gedanklich schnell auf die grünen Wiesen und in die verrauchten Kneipen Kanadas bringt.

Auf jeden Fall steht fest, dass von The Wilderness Of Manitoba unglaubliche Innovationen zu erwarten sind, sie sind glücklich in ihrer Folk-Pop-Nische und bedienen den Fan, der sich eben nichts als den charakteristischen Sound der Band wünscht, der nach weitem Land und Geschichten aus alter Zeit klingt. Die Kanadier schaffen es, mittels Gitarre, anderen Instrumenten und ein paar Effekten gleichermaßen hypnotisch wie aufmunternd zu klingen. Minimale Folk-Fragmente umgarnen rockige Riffs, herzerwärmend einfache Gitarrenmelodien lassen sich in aller Zartheit zu einem Simon & Garfunkel-Kunstwerk schichten, falten und anschließend wieder glatt streichen.

The Wilderness Of Manitoba – Forest City Love

The Wilderness Of Manitoba
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