Irgendwo anfangen und nirgendwo aufhören
29. August 2012 | Von Horst Wendt | Kategorie: Psychedelic, Rock | 532 mal gelesenDer Vierer White Laces aus Richmond, Virginia, kommt mit dem neuen Werk “Moves” abgedreht und wundersam daher. Die dronigen, verzerrten, lavastromartigen Psych-Rock-Songs und der verschwenderische Umgang mit Ideen, der permanente Wechsel von Stilen, Tempo, Stimmungen und Arrangements lässt ihre Songs irgendwo anfangen und nirgendwo aufhören. Ob Industrial-Fragmente, Soft-Pop, Krautrock, Psychedelic, Progressiv-Rock oder anarchistische Avantgarde, White Laces machen vor nichts halt – und trieben es bisweilen zu weit – zumindest auf der ersten selbstbetitelten EP aus 2011.
“Moves”, das aktuelle Album, wirkt da schon aufgeräumter, melodischer und bei aller Komplexität transparenter. Die irrlichternden Neo-Psychedeliker bringen Songs, die man als albtraumhaft, ekstatisch, melodisch und bewusstseinserweiternd bezeichnen kann. Mit Sinn für die Zeitentrücktheit unternehmen White Laces dabei eine unterhaltsame Expedition in eine gedehnte Wirklichkeit.
White Laces – Crawl/Collapse





